Präsidentenwechsel beim RCA: Hansueli Truninger (links) übergibt das Präsidentenamt nach fünf Jahren an Ruedi Jäggi.

Kleiner Gewinn im Jubiläumsjahr -
Kauf von fünf neuen Booten geplant  Der RC Aarburg hat im 90. Jahr seines Bestehens gut gearbeitet. Zwar gab es in der Jahresrechnung nur einen kleinen Gewinn von 66 Franken, doch der Verein schaffte sich im Jahr 2008 vier neue Boote an. An der Generalversammlung wurde der Vorstand fast gänzlich erneuert und zudem vergrössert. Ruedi Jäggi übernimmt von Hans-Ueli Truninger das Präsidialamt, das dieser in den letzten fünf Jahren inne hatte.
Zu Beginn der GV 2008 gedachten die Anwesenden mit einer Schweigeminute an die fünf in diesem Jahr verstorbenen Vereinsmitglieder.   

An seiner letzten Generalversammlung als Präsident blickte Hans-Ueli Truninger nicht nur auf das Jubiläumsjahr, sondern auch auf seinen ganze Amtszeit zurück. Hatten sich seine Vorgänger vor allem um das Bootshaus gekümmert, so legte Hans-Ueli Truninger in den letzten Jahren grossen Wert auf die Erneuerung des Bootsparks. Dieser braucht nun den Vergleich mit anderen Vereinen nicht mehr scheuen, zumal im kommenden Jahr noch um 4 bis 5 weitere neue Boote dazukommen.

In seiner Amtszeit wurde auch die RCA-Fahrordnung den internationalen Gesetzen angepasst und seit etwas mehr als einem Jahr verfügt der Verein auch über ein elektronisches Logbuch, dies auch dank gütiger Mithilfe des RC Baden.

Unter Hans-Ueli Truninger wurde die Finanzsituation des Vereins transparenter und alle bisherigen Kassen wurden vereint.

Der scheidende Präsident brachte aber auch Kritik an und bat die Versammlung, das Mitglieder-Gleichgewicht zwischen Aktiven und Junioren ausgeglichener zu gestalten. Er sei nicht gegen einen grosse Nachwuchsabteilung, betonte er mehrmals, finde aber, dass Qualität vor Quantität kommen müsse.

Zum Abschluss seines Rückblicks gab er zu, nicht immer ein einfacher Präsident gewesen zu sein, hielt aber fest, stets für das Wohl des Vereins gearbeitet zu haben. Die Versammlung dankte es ihm mit einem grossen Applaus und einer an der GV etwas später erfolgten Ehrung.

Ruderchef Ruedi Jäggi blickte aus sportlicher Sicht auf das Jubiläumsjahr zurück. Herausgestochen sind dabei sicherlich das Anrudern auf dem Sempachersee mit dem 24er von Stämpfli, die seit vielen Jahren erstmals wieder gemachte Wanderfahrt von Biel nach Solothurn, die Teilnahme am nationalen Sportevent „Schweiz bewegt“ mit den klar gewonnen Städteduell zwischen Aarburg und Olten, die neugestaltete Clubregatta mit dem anschliessenden Bootshausfest und der Taufe von vier neuen Booten.

Im Nachwuchsbereich gab es an der Schweizer Meisterschaft auf dem Rotsee zwar „nur“ noch eine RCA-Medaille (Doppelzweier 15/16 mit Eric Grepper und Philipp Oeggerli) zu bejubeln, dafür ist die Breite im Regattakader grösser geworden. Dies hat sich während der ganzen Saison an diversen Regatten gezeigt. Immer wieder gehörten die RCA-Nachwuchsruderer zu den Medaillengewinnerinnen und -gewinnern. Der RC Aarburg hat wieder einen Namen und viel Vereine beneiden uns um die grosse und gut geführte Juniorenabteilung.

An dieser Stelle dankte der Ruderchef nicht nur dem nimmermüden Trainer Roger Grepper, sondern auch seinen Helferinnen und Helfern, die seit Jahren dafür besorgt sich, dass viel Jugendliche dem schönen Rudersport nachkommen können, egal ob im Breitensport- oder im Spitzensportbereich.

Dass die RCA-Nachwuchsabteilung nicht nur vom Verein profitierten will, sondern auch bereit ist, selbst anzupacken und „an den Riemen zu reissen“, haben sie am erstmals durchgeführten 12-Stunden-Sponsoren-Rudern bewiesen. Die 1150 geruderten Kilometer brachten einen stolzen Betrag von 18350 Franken ein. Dieser Betrag wird vollumfänglich in die Juniorenkasse fliessen und dient dazu, im neuen Jahr wieder neues Bootsmaterial anschaffen zu können.

Das Clubstübli im Bootshaus konnte wiederum rege vermietet werden und es brachte einen Umsatz von rund 4000 Franken. Hier ist der Verein auf die Mund-zu-Mund-Werbung seiner Mitglieder angewiesen, denn dieses Geld ist einfach verdient. Das Verwalter- und Vermieter-Team Jürg und Raymond Vonesch hat erneut gute Arbeit geleistet. Ab 2009 wird Patrick Bürgi das Amt des Bootshausverwalters übernehmen.

Materialverwalter André Prinz hat in seinen 13. Jahren im RCA-Vorstand noch nie so wenig Zeit für Reparaturen verwendet, wie im 2008. Das heisst aber nicht, dass es keine Bootsschäden gegeben hätte. Nein, im Gegenteil, die Schäden die entstanden, konnten nicht selbst repariert werden und mussten auswärts gegeben werden. Darum bitten wir an dieser Stelle nochmals alle Mitglieder, gebt Sorge zum teueren Bootsmaterial. Die Reparaturen sind jeweils sehr aufwändig und teuer. Das Holzboot Gandi wird nicht mehr repartieret, der Aufwand lohnt sich nicht mehr.

Der RCA kaufte im 2008 vier Boote. Für die Altherren und Altfrauen (sagt man denen wirklich so?) einen Doppelfünfter und einen breiten Skiff, einen Renndoppelvierer und einen Doppelzweier für die Junioren.

Zudem wurde im Bootshaus dank einem Aluanhänger wieder mehr Raum geschaffen. Trotzdem werden wir gezwungen sein, einige alte Boote in die Filiale abzugeben ...

Die Zahlungsmoral im Getränkekühlschrank liess im 2008 stark zu wünschen übrig. Hier fehlt ein stolzer Betrag, der nicht auf die diversen Einbrücke ins Bootshaus zurückzuführen ist. Wir bitten um mehr Fairness: „Bitte erst zahlen und dann konsumieren!“

Die Jahresrechnung schloss mit einem kleinen Gewinn von 66 Franken. Der Jahresrechnung und dem neuen Budget wurden zugestimmt, die J+S-Rechnung wurde zurückgewiesen. Der Vorstand erhielt den Auftrag, diese nach der Überarbeitung nochmals zu prüfen und dann den Revisoren zu übergeben.

Auf Ende 2008 haben drei Mitglieder den RCA verlassen, zwei Aktive wechselten zu den Passiven und eine Person musste ausgeschlossen werden, weil sie nun seit einigen Jahren den Mitgliederbeitrag nicht mehr bezahlt hat. Dem gegenüber stehen fünf Neueintritte. Diese heissen wir im RC Aarburg herzlich willkommen.

Die Mitgliederbeiträge bleiben gleich wie im Vorjahr: Aktive A = 300 Franken, B/C = 150 Franken, Schüler und Junioren = 150 Franken und der Bootslageplatz kostet weiterhin 300 Franken.

Der RCA plant für das Jahr 2009 fünf neue Boote zu kaufen: Ein Doppelvierer (85-90 Kilo) und ein Doppelzweier (90 Kilo), sowie drei Skiff für die Junioren. Zudem schafft die Juniorenabteilung drei neue Ergometer an.

Hans-Ueli Truninger, Claudius Frey, Pascal Bachmann und Raphael Nadler traten nach teilweise langer und verdienstvoller Zeit aus dem RCA-Vorstand zurück. Das gab der Versammlung die Möglichkeit, den Vorstand neu zu formieren und auszubauen. Präsident ist ab sofort Ruedi Jäggi, Vizepräsident Jürg Vonesch, Aktuarin Cornelia Sommer, die Finanzen bleiben bei Yvonne Zimmerli, Ruderchef ist neu Toni Scheidegger, Trainer bleibt Roger Grepper, er ist aber neu wieder im Vorstand, Patrick Bürgi wird Bootshausverwalter, André Prinz bleibt weiterhin Materialverwalter, Marc Grepper ist neu Juniorenvertreter und Raymond Vonesch ist neben Clubstübliverwalter auch noch Beisitzer und Altherrenvertreter. Offen ist das Amt der Kommunikation. Ausserhalb des Vorstandes sind Andy Wüthrich vom Sponsorenclub 500 und Webmaster Raphael Nadler.

Die Revisoren Pedro Lehmann und Fido Zimmerli stellten sich erneut für eine Wiederwahl zur Verfügung.

Die Versammlung dankte den abtretenden Vorstandsmitgliedern mit einem Gutschein und einen feinen Tropfen für die geleisteten Dienste und hiess den neuen Vorstand mit einem Applaus willkommen.

Mit 2128 km legte Toni Scheidegger erneut am meisten Kilometer des RC Aarburg zurück. Toni, der 2003 mit rudern begann, und damals 176 km zurücklegte, hat aber 153 km weniger absolviert, als noch im Jahr zuvor.

Das kann man von Junior Philipp Oeggerli nicht sagen. Er, der 2005 erstmals in ein Boot stieg und damals 3,5 km ins Logbuch eintrug, hat in der Saison 2008 1334 km zurückgelegt. Bei ihm sind das 211,5 km mehr als noch im Jahr zuvor. Philipp gewann zusammen Eric Grepper, die Bronzemedaille im Doppelzweier an der SM auf dem Rotsee.

Gesamthaft ruderten die Mitglieder des RC Aarburg zwar noch 24 158 Kilometer, doch das sind beachtliche 5309 Kilometer weniger als 2007 und auch 1220 Kilometer weniger als 2006.  

Die GV 2008 dauerte angenehme zwei Stunden.