RCA-Präsident Hansueli Truninger bedankt sich bei Rudolf Dellenbach (links), CEO der AKB, für die grosszügige Unterstützung zum Kauf des Jubiläumsbootes.
Vier neue Boote zum 90-Jahr-Jubiläum des RCA Der Ruderclub Aarburg feiert dieses Jahr sein 90-Jahr Jubiläum und ist der älteste Ruderclub im Kanton Aargau. Der Verein wurde im Jahr 1918 gegründet und „hauste“ in seinen Startjahren in einem Holzschopf des Elektrizitätswerks beim Stauwehr Ruppoldingen. Zu jener Zeit umfasste der Bootspark gerade ein Boot, ein gesteuerter Vierer mit dem Namen „Basilisk“. Heute steht im Bootshaus oberhalb des neuen Kraftwerks Ruppoldingen eine stolze Flotte von über 30 modernen Booten. Im Jubiläumsjahr konnte der Bootspark um vier Boote erweitert werden. Im Rahmen des jährlichen Bootshausfestes und der Clubmeisterschaft fanden auch die Bootstaufen statt.

von Ruedi Jäggi

Im Ruderclub Aarburg ist es Tradition, dass jeweils Ende August das Bootshausfest stattfindet. Dieses Jahr wurde sehr ausführlich gefeiert, der Verein freut sich an seinem 90-jährigen Bestehen. Zuerst wurden die Clubmeister im Cupsystem, wie bei der traditionellen Henley Regatta, in Yole-de-mer-Booten erkoren. Sechs Mannschaften stellten sich der Herausforderung. Über packende Halbfinals qualifizierten sich die beiden schnellsten Boote für den Final. Dabei siegte die Crew mit Marc Grepper, Alex Hönger, David Uske, Dogan Grepper und Andrea Rüegger (am Steuer) deutlich. Für die Steuerfrau Andrea hiess es nach dem gewonnenen Meistertitel, nach traditioneller Art, durch die kräftige Mithilfe der Crewmitglieder ein „Vollbad“ in der Aare zu nehmen.

Es folgte der Festakt der Bootstaufen. Dieses Jahr konnte der Ruderclub gleich vier Boote taufen. Ein Doppelfünfer, ein Wanderskiff, ein Doppelzweier und als Höhepunkt galt es dem Jubiläumsboot, einem Doppelvierer, den Namen zu geben.

Der Doppelfünfer wurde durch das Patenpaar Beatrix und Manfred Frey auf den passenden Namen „Föifer“ getauft. Der zweite Täufling, von der gleichen Bauart, erhielt durch Yvonne Zimmerli und Raymond Vonesch den graziellen Namen „Libelle“. Die beiden Boote wurden grosszügigerweise von den Wanderruderern gesponsert.

Beim dritten Täufling, einem schnittigen Renndoppelzweier, ging der Ablauf nicht im üblichen Rahmen weiter. Es standen gleich mehrere Junioren und Juniorinnen Pate. Das Boot wurde von der Juniorenabteilung beschafft und stand dieses Jahr schon mehrmals im Renneinsatz. Getauft wurde das Boot nicht wie üblich mit Champagner, sondern die Junioren griffen in die Trickkiste und benutzte ein Getränk, das angeblich Flügel verleihen kann. Jetzt hoffen sie, dass es in den Rennen hilft und dass auch der Bootsname „NEW GENERATION“ etwas Neues verspricht.

Das Jubiläumsboot, ein Renndoppelvierer modernster Bauart konnte nur dank grosszügigen Sponsoren und dem zusätzlichen Engagement von Clubmitgliedern finanziert werden. Zu den Hauptsponsoren gehören die Aargauische Kantonalbank, die Raiffeisenbank Würenlingen, die Gemeinde Aarburg und weitere namhafte Sponsoren, die nicht genannt werden möchten.

Als Vertreter der Aargauischen Kantonalbank hat der Direktionspräsident Rudolf Dellenbach, seine Glückwünsche dem jubilierenden Ruderclub persönlich überbracht. In den Rudererkreisen ist Dellenbach kein Unbekannter. Als ehemaliger Nationalmannschaftsruderer wurde er mit den Aarburgern Walter Bernhard und Reto Wyss Schweizermeister. So ist eine Beziehung zu den Aarburgern natürlich gegeben. Als Vertreter der Aarburger Gemeinde übernahmen Rolf Walser, Gemeinderat Aarburg, mit seiner charmanten Gattin Daniela die Patenschaft des Doppelvierers. Sie haben aus dem diesjährigen Schweizerischen Grossevent  „Schweiz bewegt“ unverhofft zum Rudersport gefunden. Die Gemeindevertreter haben anlässlich dieser Trainings auch bemerkt, dass der Rudersport eine sehr schweisstreibende Sportart ist und dass Mann und Frau nachher gerne etwas Kühles zu sich nehmen. Sie überbrachten dabei etwas aus ihrem Stadtkeller. Mit einem kühlen Tropfen und den besten Glückwünschen wurde das Boot auf den Namen Jubilo 08 getauft. Beim anschliessenden Festschmaus, einem Menü wie vor 90 Jahren, klang der Abend fröhlich aus.