André Vonarburg und Florian Stofer siegten im Doppelzweier.
Pflichtübung mit doppeltem Gold - Bronze für Aarburg

Mitten in der Vorbereitung auf die Olympischen Spiele holte André Vonarburg an den Schweizer Meisterschaften auf dem Luzerner Rotsee standesgemäss zwei Titel. Eric Grepper und Philipp Oeggerli holten im Doppelzweier 15/16 Bronze für den RCA.

Am Sonntagvormittag triumphierte der 30-jährige Sempacher schon zum fünften Mal im Skiff, am Nachmittag war er gemeinsam mit Klubkollege Florian Stofer im Doppelzweier erfolgreich. Die gleiche Ausbeute hatte für Vonarburg schon vor zwei Jahren herausgeschaut, als er letztmals an den nationalen Titelkämpfen teilnahm. 2007 musste Vonarburg aus gesundheitlichen Gründen (Herzfehler) passen.

Nach der Pflichtübung kann sich der beste Schweizer Ruderer nun ganz auf Olympia konzentrieren. Am 20. Juli fliegt Vonarburg nach Südkorea, wo er sich den letzten Schliff für seine dritten Sommerspiele holt, bevor er am 3. August nach Peking weiterreist. Eigentlich hätte sich das SRV-Team in Singapur vorbereiten wollen. Doch weil sich Vonarburg als einziger Schweizer Ruderer für «Beijing 2008» qualifiziert hat, schliesst er sich im Trainingslager den Holländern an. Neben Vonarburg und dem Holländer Sjörd Hamburger wird mit dem Belgier Tim Maeyens ein dritter Skiffier vor Ort sein. Ob und wie das Trio gemeinsam trainiert, ist offen.

Die Ruderer des gescheiterten Schweizer Achter-Projekts präsentierten sich zweieinhalb Wochen nach der verpassten Olympia- Qualifikation nicht mehr auf internationalem Niveau. Philipp Huwiler, Roman Ottiger, Remo Süess und Alain Marfurt bescherten ihrem Klub Reuss Luzern eine peinliche Schlappe. Das leichte (!) Boot des SRV mit Simon Niepmann, Martin Hobi, Silvan Zehnder und Mario Gyr war fast fünf Sekunden schneller als das schwere Quartett. Wenigstens war für die Reuss-Crew die erfolgreiche Titelverteidigung im Achter eine Formsache.

Die Zofingerin Olivia Wyss (SC Sursee) verlor ihren Titel aus dem Vorjahr im leichten Frauen-Skiff erwartungsgemäss an die stärkste Leichtgewichtsruderin der letzten Jahre, an Pamela Weisshaupt. Die für Küssnacht rudernde Weisshaupt nahm Wyss auf den 2000 Metern gegen neun Sekunden ab. Wyss hingegen hatte über 14 Sekunden Vorsprung auf die drittklassierte Antonina Iagovitina (Lausanne Sports).

Im normalen Skiff, ruderte Olivia Wyss voll auf Angriff. Diese Taktik hätte ihr beinahe die zweite Silbermedaille eingebracht, aber eben nur beinah, denn 250 Meter vor dem Ziel gingen bei ihr „die Lichter aus“ und sie musste sich von der Baslerin Nora Fiechter noch überholen lassen. Gewonnen wurde das Rennen von Regina Naunheim (SC Wädenswil), die einen nie gefährdeten Start-Ziel-Sieg feierte. Am Montag rückt Olivia Wyss ins Trainingslager ein, wo sie sich in dieser Woche auf die U23 WM im Doppelzweier vorbereitet.

Der RC Aarburg, der mit elf Junioren-Booten am Start war, holte eine Bronze-Medaille. Eric Grepper und Philipp Oeggerli sicherten sich die einzige RCA-Medaille im Doppelzweier 15/16. Die Beiden haben nun an jeder Regatta in diesem Jahr eine Medaille gewonnen.

Einen schweren Stand hatte Marcel Härdi, das RCA-Aushängeschild 17/18. Der Zimmermann-Lehrling hatte Pech in der Einteilung im Vorlauf. In seiner Gruppe waren die stärksten Fahrer der Saison, und weil sich nur die schnellsten Zwei jedes Vorlaufs für den Final qualifizierten, musste er in den B-Final. Diesen gewann er souverän und hätte mit seiner Zeit im A-Final Rang 4 belegt. Diesen unbefriedigenden Rang hat er im Doppelzweier mit seinem Sempacher Kollegen Luca Spichtig erreicht.

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Das Siegerpodest im Doppelzweier 15/16 mit den beiden Aarburgern Eric Grepper und Philipp Oeggerli.