Ab sofort müssen wir Ruderer auf der Aare Einzelrettungs-mittel (Symbolbild) mitführen.

Neue Sicherheitsvorschriften
für Ruderer

Der Bundesrat hat ab sofort die revidierte Binnenschifffahrtsverordnung (BSV) in Kraft gesetzt.

Für uns Ruderinnen und Ruderer sind folgende Neuerungen von Bedeutung, die in den Art. 134 und 134 a BSV geregelt sind: 

- Ausserhalb der Uferzone (über 300 Meter Abstand vom Ufer), bei Seeüberquerungen und auf allen fliessenden Gewässern müssen in Ruderbooten Einzelrettungsmittel mitgeführt werden. Bei Rennruderbooten (bsp. Outrigger, Yole-de-mer, C-Gig) - unabhängig von der Bootsklasse - können die Aktiven Schwimmhilfen tragen, statt ein Einzelrettungsmittel mitführen.

- Innerhalb der Uferzone (d.h. 0-300 Meter Abstand vom Ufer) müssen Ruderboote weder Einzelrettungsmittel (bsp. Schwimmwesten, Rettungsbojen oder Rettungsringe) mitführen, noch müssen die Aktiven Schwimmhilfen ( Rettungswesten gem. Norm SN EN 393:1994) tragen.

- Diese Regelungen gelten unabhängig von der Jahreszeit.

- Bei Wettkämpfen mit einem offiziellen Rettungsdienst kann auf die Schwimmhilfen verzichtet werden.

Für die Einhaltung dieser Bestimmungen ist jeder Sportler selber verantwortlich.

Die Clubs können die Schwimmhilfen zur Verfügung stellen oder verlangen, dass jedes Clubmitglied seine eigene Schwimmhilfe benützt. Auf diese Weise ist auch sichergestellt, dass der einzelne Sportler eine Schwimmhilfe benützt, die seinem Körpergewicht entspricht (vgl. Art. 134 a Abs. 2 BSV).

SRV-Präsident Hans-Rudolf Schurter empfiehlt den Clubpräsident die zweite Lösung vorziehen. Damit ist aus seiner Sicht von allem Anfang an klar, wer für den Unterhalt der Schwimmhilfe zuständig und verantwortlich ist. Trotzdem empfiehlt er aber zusätzlich eine Anpassung oder Ergänzung der Fahr- und Ruderordnung des entsprechenden Clubs an die geänderten Vorschriften.
Zur Beantwortung weitergehender Fragen steht SRV-Präsident Hans-Rudolf Schurter unter hansrudolf.schurter@schurter.ch gerne zur Verfügung.