SRV: Robin Dowell folgt als Cheftrainer auf Ian Wright

Der Schweizerische Ruderverband (SRV) hat den Engländer Robin Dowell als neuen Cheftrainer verpflichtet. Er tritt die Nachfolge von Ian Wright an.

Dowell nimmt sein neues Amt am 1. Februar 2017 in Angriff. Derzeit ist er noch als Nachwuchs-Cheftrainer des britischen Verbandes tätig. Der 34-Jährige setzte sich gegen zahlreiche Bewerber aus unterschiedlichen Nationen durch. "Es war keine einfache Wahl, da es einige sehr gute Kandidaten gab", sagte Verbandsdirektor Christian Stofer.

Für Dowell sprach, dass das Wahl-Gremium zum Entschluss kam, dass er die bisherige Linie weiterführen kann. Schliesslich funktioniert das System, was die Olympia-Goldmedaille des Leichtgewichts-Vierers beweist. Zudem zeigte
er Wege auf, wie er die Phase umsetzen will, in der er wegen des Studiums nicht zu 100 Prozent auf die Athleten zählen kann.

Dowell war einst ein Schwimmer, ehe er zum Rudern wechselte. Dort schaffte er es zwar nicht an die Spitze, als Trainer machte er sich aber bald einen Namen. Er hat Erfahrung als Vereins- und als Verbandstrainer. Dass er etwas aufbauen kann, unterstrich er insbesondere mit einem Nachwuchs-Doppelvierer-Projekt des britischen Ruderverbandes, das er über drei Jahre betreute und das 2015 mit dem Gewinn von Gold an den Junioren-WM gipfelte.

Er war auch in der Vorbereitung der britischen Elite-Nationalmannschaft auf dem Weg an die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro involviert. Die Briten waren in Brasilien mit drei Gold- und zwei Silbermedaillen die erfolgreichste Nation im Rudern.

"Das Gesamtpaket hat uns überzeugt", erklärte Stofer, der Dowell seit zwei Jahren kennt. "Er hat einen gut gefüllten Rucksack." Er sei voller Herzblut, verfüge er über die Ausdauer, Projekte aufzubauen. Dowell legt wie Wright viel Wert auf die Rudertechnik, auch das war ein wichtiger Punkt. "Er hat sehr hohe Ansprüche", sagte Stofer. Im Weiteren bezeichnete ihn Stofer als zugänglicher und aufgeschlossener als Wright, der neu für den australischen Verband arbeitet.

Dowell unterschrieb einen unbefristeten Vertrag. Zumindest bis 2020 soll er jedoch im Amt bleiben. Vom Verband erhielt er nun die Aufgabe, mögliche Nachfolger von Wrights Assistenten Tim Dolphin einzubringen. Der Australier hat den SRV ebenfalls verlassen. Für diese Stelle gingen noch mehr Bewerbungen ein als für jene als Cheftrainer. Der Verband hat jedoch gute sehr Erfahrungen mit dem Modell gemacht, dass der Chef seinen Assistenten selber vorschlägt.

Ob Dowell mit den Athleten des Leichtgewichts-Vierers arbeiten kann, steht weiter in den Sternen. Es ist allerdings davon auszugehen, dass nicht alle vier weitermachen werden. Mit Jeannine Gmelin und dem Doppelvierer verfügt die Schweiz aber auch so über starke Boote. Und auch der Leichtgewichts-Doppelzweier der Frauen mit Frédérique Rol und Patricia Merz verspricht für die Zukunft einiges.

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