11. Juni Tag der offenen Türe des neuen Rudersportzentrums Rotsee

Pünktlich auf die Rotsee Regatten ist das Ruderzentrum am 12. Mai 2016 mit einem festlichen Akt eingeweiht worden. Mit den Olympia Qualifikations-Rennen vom 22. - 24. Mai und der Weltcup Regatta vom 27. - 29. Mai hat das Zentrum die erste Bewährungsprobe erfolgreich bestanden. An den beiden Regatten gab es Gelegenheit die neuen Anlagen ein erstes Mal wenigstens von Aussen zu Begutachten.

Am Samstag 11. Juni ist „Tag der offenen Tür und Tore des Ruderzentrums“. Interessierte können sich vor Ort ein Bild von der Naturarena Rotsee machen. Am diesem Tag ist der Zugang zum Zielturm, dem Ruderzentrum und der Startanlage bei der Rotseebadi (freier Eintritt) für Jedermann geöffnet und die Installationen können besichtigt werden. Für Informationen sind Sportler der Luzerner Ruderclubs sowie der Vorstand des Vereins Naturarena Rotsee vor Ort.

Anlässlich der Rotsee Regatta konnte ich mir meine ersten Eindrücke von den neuen Anlagen machen. Unter der RCA-Homepage Galerie gibt’s die ersten Fotos.

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Am Montag nach der Weltcup Regatta im Juli 2015 wurde gleich mit dem Abriss des Ruderzentrum (Baujahr 1962) begonnen. Damit ist auch gleich die letzte Etappe im Gesamterneuerungsplan der Naturarena Rotsee gestartet worden.

Das Projekt war in 4 Teilprojekte abgestuft. Der Spatenstich für die Erneuerung erfolgte mit dem Neubau des Zielturmes am 11. Dezember 2012. Von da an wurden Jahr für Jahr die alten Bauten, welche teilweise aus dem WM-Jahr von 1962 stammten sukzessive erneuert. Es folgten drei neue Bootsstege für das Ein- und Auswassern der Boote. Der Startturm und die Startanlage wurden neu gestaltet, so dass die Starter-Boys jetzt trockenen Fusses zu ihren Startnachen kommen. Ebenfalls ist der Zugang zum Startturm nicht mehr von einer Motorbootfahrt oder einem kurzem Bad im Rotsee abhängig.

Zwischen der Rotseewiese und dem Zielgelände profitieren die Zuschauer auch von der Aufwertung der Wege und Plätze der Uferzone. Entlang der Regattastrecke sind für sie zur besseren Beobachtung der Rennen diverse abgestufte Plattformen erbaut worden.

Im Zielbereich wurde das Terrain ausgeebnet und für das neue Tribünenzelt sind Verankerungen und feste Fundamente verlegt worden.

Eine Erneuerung erfuhr auch die Infrastruktur für die Zeitmessungen und die elektrischen Installationen für die Reportagen. Von der Zieltribüne können die Rennen jetzt über einen grösseren Videoscreen besser verfolgt werden.

Das alte Ruderzentrum, in welchen auch einige Aarburger Regattaruderer die letzten Vorbereitungen für ihre internationalen Einsätze absolvierten, wurde komplett abgerissen und durch ein neukonzipiertes Gebäude am bisherigen Standort ersetzt. In diesem sind mit einem Betonunterbau, zur Linken und Rechten Seite, die beiden mehrgängigen Bootshallen angeordnet. Die Bootsgestelle in den Hallen sind verschiebbar und die Boote können damit platzsparender gelagert werden. Die drei Luzerner Ruderclubs haben sich in drei Hallen eingemietet. In den andern Hallen sind das Regattamaterial, die Bootsstege, das Albanosystem und auch meine blauen Teppiche für die Siegerehrung eingelagert.

Das Obergeschoss mit der Holzverkleidung liegt auf den beiden Betonunterbauten und ähnelt mit den überragenden Ecken einem Ruderboot auf zwei Böcken. Zwischen den beiden Unterbauten ist der Aufgang ins Obergeschoss. Über die geschwungene Treppe erreicht man das Foyer, welches von oben durch Tageslicht erhellt ist. Auf dieser Etage sind auch die Garderoben und Duschen angeordnet. Die weiteren Räume sind mit Holztäferung ausgeführt.

Das Obergeschoss ist für eine Mehrfachnutzung konzipiert. Die Stiftung strebt einen kostendeckenden Betrieb an. Dafür soll das Ruderzentrum künftig ganzjährig genutzt werden, was auch durch die Beheizung mittels einer Erdsonde ermöglicht wird. Die Räume im Obergeschoss werden ausserhalb der Regattawochen als Schulungszimmer von der nahegelegenen Tagesschule genutzt.

Auf der andern Seite ist ein grosser Raum, wo während der Regatta die Athleten verpflegt wurden. Dieser Raum wird unter dem Jahr vom Schweizerischen Ruderverband SRV als Trainingsraum betreiben.

Die grossen Fenster in den Räumen wirken wie Bilder mit Ausblick direkt in die Natur. Der Lichteinfall im Gebäude und bei den Durchgängen ähneln mit ihren Rundungen eher Schiffsbullaugen.

Also lasst euch am nächsten Samstag überraschen.


Das neue Rudersportzentrum.
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